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Okarina lernen - die Gefäßflöte für den Einstieg

Die Okarina ist eine Gefäßflöte aus Ton oder Keramik: ein geschlossener Hohlkörper mit Mundstück und vier bis zwölf Grifflöchern. Anders als bei Blockflöte oder Whistle entsteht der Ton nicht in einer Röhre, sondern im ganzen Gefäß - deshalb klingt sie weich und obertonarm, fast wie ein gesummter Ton. Sie kostet wenig, klingt sofort und passt in eine Jackentasche.

Okarina lernen - Okarina spielen

Unterricht in Ihrer Nähe finden

Okarina wird selten als eigenes Fach geführt - unterrichtet wird meist von Blockflötenlehrkräften oder in der Früherziehung. Suchen Sie Ihren Ort:

Wie sie funktioniert

Bei einer Röhrenflöte bestimmt die schwingende Luftsäule die Tonhöhe - deshalb ist eine tiefe Flöte lang. Bei der Okarina schwingt die Luft im gesamten Hohlraum, und die Tonhöhe hängt davon ab, wie viel Fläche insgesamt geöffnet ist, nicht davon, welches Loch. Daraus folgen zwei Eigenheiten:

  • Die Griffe wirken zunächst unlogisch - es kommt auf die Summe der offenen Löcher an, nicht auf ihre Reihenfolge.
  • Die Größe des Instruments bestimmt die Tonlage, nicht die Länge. Eine tiefe Okarina ist dicker, nicht länger.
KesselmundstückDie Lippen schwingenTrompete, Kornett,Tuba, AlphornEinfachrohrblattEin Blatt gegen die BahnKlarinette,SaxophonDoppelrohrblattZwei Blätter gegeneinanderOboe,Fagott
Woher der Ton kommt, entscheidet über den Einstieg: Beim Blech schwingen die Lippen, beim Einfachrohrblatt ein Blatt gegen die Mundstückbahn, beim Doppelrohrblatt zwei Blätter gegeneinander - das ist der Grund für den Ruf von Oboe und Fagott.

Wie bei Blockflöte und Whistle lenkt ein eingebauter Kanal die Luft auf eine Kante - der Ton entsteht ohne Ansatzarbeit beim ersten Hineinblasen.

Welche Okarina?

BauartLöcherUmfangGeeignet für
4-Loch (Pendant)4etwa eine QuinteKinder, Schmuckstück
6-Loch (englisch)6knapp eine Oktaveeinfacher Einstieg
12-Loch (italienisch)12über eine Oktaveder übliche Standard
Doppel- und Tripelokarinamehrere Kammernzwei bis drei OktavenFortgeschrittene

Für den Einstieg ist die 12-Loch-Okarina in C oder G die praktische Wahl: Sie deckt gut eine Oktave mit Halbtönen ab, dafür gibt es Noten und Grifftabellen. Brauchbare Instrumente kosten 25 bis 80 Euro; sehr günstige Dekorationsokarinen sind oft ungenau gestimmt und lassen sich nicht korrigieren.

Ein Hinweis zum Material: Keramik klingt voller als Kunststoff, ist aber zerbrechlich - eine heruntergefallene Okarina ist meist hin. Für Kinder und für unterwegs ist Kunststoff die vernünftigere Wahl.

Wie lange dauert es?

NachDas können SieWoran es hakt
eine Stundeerste Töne und einfache MelodienLöcher vollständig abdecken
1 bis 2 WochenLieder über eine OktaveGriffsystem verinnerlichen
1 bis 3 Monatesauber intonieren, HalbtöneBlasdruck je Ton anpassen
6 Monate und mehranspruchsvollere Stücke, VibratoAusdruck, Atemführung

Der einzige technische Stolperstein ist die Intonation: Anders als bei der Blockflöte verlangt jeder Ton einen etwas anderen Blasdruck. Zu kräftig, und der Ton wird zu hoch; zu schwach, und er sinkt. Ein Stimmgerät hilft in den ersten Wochen erheblich.

Häufige Fragen zur Okarina

Ist Okarina leicht zu lernen?

Ja. Der Ton kommt sofort, es braucht keinen Ansatz. Etwas Übung verlangt nur die Intonation, weil jeder Ton einen anderen Blasdruck braucht.

Welche Okarina für Anfänger?

Eine 12-Loch-Okarina in C oder G für 25 bis 80 Euro. Dafür gibt es die meisten Noten und Grifftabellen.

Warum sind die Griffe so ungewöhnlich?

Weil bei einer Gefäßflöte die gesamte geöffnete Fläche zählt, nicht die Reihenfolge der Löcher. Deshalb wirken die Griffe zunächst unlogisch.

Keramik oder Kunststoff?

Keramik klingt voller, ist aber zerbrechlich. Für Kinder und für unterwegs ist Kunststoff die robustere Wahl.

Ab welchem Alter geeignet?

Ab etwa sechs Jahren mit einer kleinen Bauform - die Löcher müssen vollständig abgedeckt werden können.

Wo finde ich Unterricht?

Über die Ortssuche oben. Fragen Sie bei Blockflötenlehrkräften nach; für die Okarina gibt es zudem gutes Selbstlernmaterial, weil das Instrument technisch anspruchslos ist.

Okarina in der Musikschule

Als eigenes Fach kommt die Okarina praktisch nicht vor. Man begegnet ihr in der Früherziehung, im Musikunterricht der Schule und als Zweitinstrument. Ihre Stärke liegt genau dort: Sie kostet wenig, ist sofort spielbar und nimmt keinen Platz weg - ein guter Weg, um herauszufinden, ob ein Blasinstrument überhaupt reizt, bevor Geld in Querflöte oder Klarinette fließt.

Welche Musikschulen in Ihrer Nähe Flöteninstrumente anbieten, zeigt die Ortssuche oben oder die Übersicht der Städte und Regionen. Verwandte Fächer: Blockflöte, Tin Whistle und Panflöte. Alle Instrumente stehen in der Übersicht.

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