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Waldhorn lernen - das schwierigste Blechblasinstrument

Das Waldhorn - im Orchester schlicht "Horn" genannt - gilt als anspruchsvollstes Blechblasinstrument, und dafür gibt es einen physikalischen Grund: Bei rund vier Metern Rohrlänge liegen die spielbaren Naturtöne so dicht beieinander, dass minimale Abweichungen im Ansatz einen anderen Ton ergeben. Wer diese Hürde nimmt, bekommt dafür den warmen, tragenden Klang, den kein anderes Blechblasinstrument hat - und wird überall gesucht.

Waldhorn lernen - Horn spielen

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Horn gehört an größeren Musikschulen zum Angebot, dazu in Blasorchestern und Musikvereinen. Suchen Sie Ihren Ort:

Warum es als schwer gilt

F1f2c'3f'4a'5c''6es''7f''8g''9a''10h''11c'''12d'''13es'''14e'''15f'''16Nr.Naturtonreihe in F
Ohne Ventile sind nur diese Töne spielbar. Nach oben rücken sie immer enger zusammen - deshalb liegen die Melodietöne erst ab dem achten Naturton dicht genug beieinander. Die dunkler gezeichneten Töne (7, 11, 13, 14) klingen für heutige Ohren verstimmt; der elfte ist als "Alphorn-Fa" bekannt.

Die Grafik zeigt das Grundproblem: Nach oben rücken die Naturtöne immer enger zusammen. Ein Horn wird üblicherweise in der Lage zwischen dem achten und sechzehnten Naturton gespielt - dort liegen die Töne so dicht, dass der Ansatz sie unterscheiden muss, nicht die Ventile. Trompete und Tuba spielen tiefere Naturtöne, bei denen mehr Spielraum bleibt.

Daraus folgt: Kieksen gehört dazu. Auch Profis treffen gelegentlich daneben; das Horn ist bekannt dafür. Wer damit rechnet, geht entspannter an das Instrument.

Die Bauformen

BauartRohrlängeGeeignet für
F-Horn (Einfachhorn)ca. 3,70 mEinstieg, weicher Klang
B-Horn (Einfachhorn)ca. 2,80 mKinder, sicherer in der Höhe
Doppelhorn F/Bumschaltbarder Standard ab Fortgeschrittenen
TripelhornF/B/hoch FProfis, sehr schwer

Das Doppelhorn ist der Regelfall: Ein Daumenventil schaltet zwischen zwei Rohrlängen um. Damit lassen sich die kritischen Töne in der Höhe auf der kürzeren B-Seite greifen, wo sie weiter auseinanderliegen und sicherer zu treffen sind.

Für Kinder ist das B-Einfachhorn die bessere Wahl: leichter, kürzer und deutlich gutmütiger. Der Wechsel zum Doppelhorn folgt nach ein bis zwei Jahren.

Die rechte Hand im Schallstück

Eine Eigenheit, die es bei keinem anderen Blechblasinstrument gibt: Die rechte Hand liegt im Schallbecher. Sie stützt das Instrument, formt den Klang und korrigiert die Intonation - wird sie weiter hineingeschoben, sinkt der Ton. Das Stopfen mit vollständig geschlossenem Becher ergibt zusätzlich einen scharfen, gedämpften Klang, der in Partituren eigens verlangt wird.

Ab welchem Alter?

Ab etwa neun bis zehn Jahren, nach dem Zahnwechsel. Viele beginnen auf Trompete oder Tenorhorn und wechseln später - der Ansatz überträgt sich, das Mundstück ist beim Horn allerdings deutlich kleiner und tiefer, was Umgewöhnung verlangt.

Wie lange dauert es?

NachDas können SieWoran es hakt
2 bis 4 Wochenerste Töne im mittleren BereichTöne sicher treffen
6 Monateeinfache Stücke, erste EnsemblestimmenAnsatzausdauer
1 bis 2 JahreOrchesterstimmen, BlasorchesterHöhe, Intonation
3 Jahre und mehrSolostellen, StopftechnikSicherheit unter Druck

Was kostet es?

PostenKostenHinweis
Einzelunterricht, 30 Min.70 bis 130 Euro im Monatkommunal günstiger
Instrumentenmiete25 bis 60 Euro im Monatam Anfang der Regelfall
Einfachhorn1.200 bis 2.500 Eurofür den Einstieg
Doppelhorn2.500 bis 6.000 Euroab dem zweiten oder dritten Jahr
Mundstück60 bis 200 Euroentscheidet stark über die Ansprache

Häufige Fragen zum Waldhorn

Ist Waldhorn wirklich das schwerste Blechblasinstrument?

Es gilt als das schwierigste, weil die Naturtöne in der üblichen Spiellage sehr dicht beieinanderliegen. Kleine Ansatzabweichungen führen zum falschen Ton.

Was ist ein Doppelhorn?

Ein Horn mit zwei Rohrlängen, umschaltbar über ein Daumenventil. Die kürzere B-Seite macht hohe Töne sicherer, die F-Seite klingt weicher.

Warum steckt die Hand im Schallstück?

Sie stützt das Instrument, formt den Klang und korrigiert die Intonation. Vollständig geschlossen ergibt sie den gestopften Klang.

Ab welchem Alter kann man Horn lernen?

Ab neun bis zehn Jahren, nach dem Zahnwechsel. Für Kinder eignet sich das leichtere B-Einfachhorn.

Werden Hornisten gesucht?

Ja, durchgehend. In Orchestern und Blasorchestern sind meist vier Hornstimmen besetzt, und es gibt deutlich weniger Hornisten als Trompeter.

Wo finde ich Hornunterricht?

Über die Ortssuche oben. Fragen Sie zusätzlich beim örtlichen Musikverein - dort wird oft kostenlos ausgebildet und ein Instrument gestellt.

Waldhorn in der Musikschule

Das Horn ist ein Instrument mit ausgezeichnetem Verhältnis von Aufwand zu Gelegenheit: Der Einstieg ist mühsam, dafür wird man überall gebraucht. In Sinfonieorchestern sind vier Hörner die Regelbesetzung, in Blasorchestern ebenso - und Nachwuchs ist knapp. Wer durchhält, spielt früh tragende Stimmen.

Welche Musikschulen in Ihrer Nähe Blechblasinstrumente anbieten, zeigt die Ortssuche oben oder die Übersicht der Städte und Regionen. Verwandte Fächer: Trompete, Flügelhorn und Posaune. Alle Instrumente stehen in der Übersicht.

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