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Musikschule und Musikunterricht finden

Wir führen 4.490 Musikschulen und Musiklehrkräfte und ordnen sie 8.030 Orten zu. Ist am Ort nichts verzeichnet, zeigen wir die nächstgelegenen Anbieter mit Entfernung, statt eine Musikschule zu behaupten, die es nicht gibt.

Klavierunterricht an einer Musikschule: Lehrerin zeigt einem Mädchen die Noten

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Musikschulen in Deutschland

Baden-WürttembergBayernBerlinBrandenburgBremenHamburgHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-WestfalenRheinland-PfalzSaarlandSachsenSachsen-AnhaltSchleswig-HolsteinThüringen
Ort mit eigener MusikschuleOrt ohne eigene MusikschuleGrenzen: BKG (VG2500), dl-de/by-2-0
4.490Musikschulen und Lehrkräfte
1.677Orte mit eigener Musikschule
8.030Orte insgesamt erfasst
420Landkreise und kreisfreie Städte

In 6.353 Orten gibt es keine eigene Musikschule. Dort führen wir die nächstgelegenen Anbieter mit Entfernung auf, statt eine Einrichtung zu nennen, die es nicht gibt.

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Alle 8.030 Orte nach Bundesland

Instrument lernen

Alle 82 Instrumente stehen in der Spalte rechts.


Ensemble einer Musikschule: vier Menschen unterschiedlichen Alters proben zusammen

Was Musikschulen sind

Musikschulen sind Einrichtungen der musikalischen Bildung mit öffentlichem Bildungsauftrag - so definiert es der Verband deutscher Musikschulen. Sie gehören nicht zum allgemeinbildenden Schulwesen und ersetzen den schulischen Musikunterricht nicht, sondern ergänzen ihn. Ihr Angebot richtet sich an alle Altersstufen, vom Krabbelalter bis ins hohe Rentenalter.

Es geht dabei ausdrücklich nicht um die Ausbildung zur Berufsmusikerin oder zum Berufsmusiker - dafür sind Musikhochschulen da. An der Musikschule steht die Freude am Musizieren im Vordergrund, auch wenn viele professionelle Musikerinnen und Musiker dort ihren Grundstein gelegt haben.

Was Musikschulen anbieten

BereichFür wenInhalt
Elementarstufe2 bis 9 JahreFrüherziehung, Eltern-Kind-Gruppen, Musikgarten
Instrumentalunterrichtalle Altersstufeneinzeln oder in der Gruppe, 30 oder 60 Minuten
Vokalunterrichtalle Altersstufendie Stimme als eigenständiges Instrument
EnsemblesFortgeschritteneChöre, Orchester, Bands, Kammermusik
Integrativer UnterrichtMenschen mit Behinderungangepasster Unterricht, teils Musiktherapie

Am häufigsten unterrichtet werden Klavier, Gitarre, Geige, Blockflöte, Keyboard, Klarinette, Saxophon, Trompete, Schlagzeug und Akkordeon. An manchen Musikschulen kommt Tanz dazu. Wie breit das Angebot tatsächlich ist, unterscheidet sich von Ort zu Ort erheblich - ein Anruf bei der Musikschule vor Ort klärt das schneller als jede Übersicht.

Was Musikunterricht kostet

UnterrichtsformKommunalPrivat
Musikgarten und Früherziehung25 bis 50 Euro im Monat35 bis 55 Euro
Gruppenunterricht30 bis 55 Euro im Monat40 bis 70 Euro
Einzelunterricht, 30 Minuten70 bis 100 Euro im Monat90 bis 130 Euro
Einzelunterricht, 45 Minuten100 bis 140 Euro im Monat130 bis 190 Euro
Instrumentenmiete10 bis 50 Euro im Monat, je nach Instrument

Kommunale Musikschulen gewähren häufig Ermäßigungen für Geschwister oder bei geringem Einkommen. Über Bildung und Teilhabe übernimmt das Amt bei Bezug von Bürgergeld, Wohngeld oder Kinderzuschlag einen Teil der Gebühren - danach zu fragen lohnt sich, von sich aus weisen die wenigsten darauf hin.

Kommunal, Verein oder privat?

Fast jede Stadt und jeder Landkreis betreibt eine eigene Musikschule. Diese öffentlich-rechtlichen Einrichtungen arbeiten gemeinnützig, entweder in kommunaler Trägerschaft oder als eingetragener Verein. Der Verband deutscher Musikschulen ist ihre Dachorganisation und vertritt über 900 Mitgliedsschulen.

Daneben gibt es private Musikschulen - Bildungseinrichtungen in privater Hand, die wirtschaftlich arbeiten müssen. Dahinter stehen mitunter einzelne Musiklehrkräfte, Instrumentenhersteller oder Musikfachgeschäfte. Sie folgen keinem öffentlichen Bildungsauftrag, was weder für noch gegen sie spricht: Manche decken ein ähnlich breites Spektrum ab wie kommunale Häuser, andere spezialisieren sich auf einzelne Fächer.

Kommunal und VereinPrivat
Gebührengünstiger, oft mit Ermäßigunghöher, dafür flexibler
Angebotbreit, mit Ensemblesunterschiedlich, oft spezialisiert
Wartelistenhäufig, besonders bei Klavierselten
Terminefeste Zeiten im Semestermeist frei vereinbar
Lehrkräftefest angestellt oder auf Honorarbasisüberwiegend selbstständig

Im Verzeichnis kennzeichnen wir die Trägerschaft, soweit sie sich aus den Angaben der Einrichtung ergibt.

Sieben Hinweise vor der Anmeldung

  • Eine Veranstaltung besuchen. Vorspiele und Konzerte stehen im Veranstaltungskalender und sind der ehrlichste Eindruck, den man bekommen kann.
  • Schnupperstunden nutzen. Erst danach anmelden. Es geht nicht nur um das Fach, sondern darum, ob die Chemie mit der Lehrkraft stimmt und der Termin in den Alltag passt.
  • Das Instrument zunächst mieten. Musikschulen und Fachgeschäfte vermieten für 10 bis 50 Euro im Monat. Ein billiges Instrument verdirbt die Freude, ein teurer Fehlkauf das Budget.
  • Früh ins Ensemble. Zusammenspiel ist der stärkste Grund zum Dranbleiben - bei Kindern wie bei Erwachsenen.
  • Einzelunterricht erwägen. Gruppen sind günstiger, aber wer im eigenen Tempo arbeiten will oder wenig Zeit zum Üben hat, kommt einzeln weiter.
  • Online als Ergänzung prüfen. Wenn Termine oder Entfernung nicht passen, ist Online-Unterricht eine Alternative - für Kinder unter zehn allerdings selten die richtige.
  • Regelmäßig üben. Zehn Minuten täglich bringen mehr als zwei Stunden am Wochenende. Wer nur in der Unterrichtsstunde spielt, macht keine Fortschritte.

Alternativen zur Musikschule

Musikschulen sind die naheliegende Anlaufstelle, aber nicht die einzige. Je nach Instrument und Zielsetzung lohnt der Blick auf:

  • Musikvereine und Blasorchester - bilden oft kostenlos aus und stellen Instrumente, besonders im Blechbläserbereich.
  • Kirchengemeinden - Kinderchöre, Posaunenchöre, Orgelunterricht.
  • Volkshochschulen - Gitarren-, Gesangs- und Trommelkurse zu geringen Gebühren.
  • Privatlehrkräfte - flexibler bei Terminen, hilfreich bei Wartelisten.
  • Online-Kurse - zeitlich frei, dafür ohne Rückmeldung zu Haltung und Technik.

Wer die Musik zum Beruf machen will, geht einen anderen Weg: Dafür ist ein Musikstudium an einer Hochschule vorgesehen, auf das Musikschulen mit Studienvorbereitung hinführen können.

Ein Blick zurück

Musikunterricht in organisierter Form ist alt: Im Mittelalter wurde er im klösterlichen Umfeld erteilt, was als Wiege der heutigen Musikschule gilt. Als erste städtische Musikschule in Deutschland wird häufig Aschaffenburg im Jahr 1810 genannt, gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam Quakenbrück hinzu. Der eigentliche Ausbau zum flächendeckenden Netz erfolgte erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - heute gibt es in nahezu jedem Landkreis eine Musikschule.

Über dieses Portal

Musikschule.info ist ein unabhängiges Informationsportal, kein offizielles Portal der Musikschulen und keine Musikschule. Wir führen Adressen von Musikschulen und Musiklehrkräften, ordnen sie Orten zu und erklären, was Musikunterricht kostet, ab welchem Alter welches Instrument möglich ist und worauf bei der Wahl zu achten ist.

Die Adressdaten stammen aus dem gewachsenen Bestand des Portals, die Ortskoordinaten aus dem offenen Datensatz GeoNames (CC BY 4.0). Angaben können veralten - für verbindliche Auskünfte zu Fächern, Gebühren und freien Plätzen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweilige Einrichtung. Hinweise auf fehlende oder falsche Einträge nehmen wir gern entgegen.

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