Musikschule und Musikunterricht finden
Wir führen 4.490 Musikschulen und Musiklehrkräfte und ordnen sie 8.030 Orten zu. Ist am Ort nichts verzeichnet, zeigen wir die nächstgelegenen Anbieter mit Entfernung, statt eine Musikschule zu behaupten, die es nicht gibt.
Wen suchen Sie?
Musikschulen in Deutschland
In 6.353 Orten gibt es keine eigene Musikschule. Dort führen wir die nächstgelegenen Anbieter mit Entfernung auf, statt eine Einrichtung zu nennen, die es nicht gibt.
Nach Bundesland
- Baden-Württemberg 271 Orte
- Bayern 276 Orte
- Brandenburg 70 Orte
- Berlin 1 Ort
- Bremen 2 Orte
- Hamburg 2 Orte
- Hessen 181 Orte
- Mecklenburg-Vorpommern 24 Orte
- Niedersachsen 212 Orte
- Nordrhein-Westfalen 311 Orte
- Rheinland-Pfalz 63 Orte
- Saarland 41 Orte
- Sachsen 78 Orte
- Sachsen-Anhalt 52 Orte
- Schleswig-Holstein 60 Orte
- Thüringen 33 Orte
Große Städte
Instrument lernen
- Akkorde
- Akkordeon
- Akustik-Gitarre
- Alphorn
- Baglama
- Balalaika
- Banjo
- Bass
- Beatboxen
- Blaswandler
- Blockflöte
- Bouzouki
- Bratsche
- Cajon
- Cello
Alle 82 Instrumente stehen in der Spalte rechts.
Was Musikschulen sind
Musikschulen sind Einrichtungen der musikalischen Bildung mit öffentlichem Bildungsauftrag - so definiert es der Verband deutscher Musikschulen. Sie gehören nicht zum allgemeinbildenden Schulwesen und ersetzen den schulischen Musikunterricht nicht, sondern ergänzen ihn. Ihr Angebot richtet sich an alle Altersstufen, vom Krabbelalter bis ins hohe Rentenalter.
Es geht dabei ausdrücklich nicht um die Ausbildung zur Berufsmusikerin oder zum Berufsmusiker - dafür sind Musikhochschulen da. An der Musikschule steht die Freude am Musizieren im Vordergrund, auch wenn viele professionelle Musikerinnen und Musiker dort ihren Grundstein gelegt haben.
Was Musikschulen anbieten
| Bereich | Für wen | Inhalt |
|---|---|---|
| Elementarstufe | 2 bis 9 Jahre | Früherziehung, Eltern-Kind-Gruppen, Musikgarten |
| Instrumentalunterricht | alle Altersstufen | einzeln oder in der Gruppe, 30 oder 60 Minuten |
| Vokalunterricht | alle Altersstufen | die Stimme als eigenständiges Instrument |
| Ensembles | Fortgeschrittene | Chöre, Orchester, Bands, Kammermusik |
| Integrativer Unterricht | Menschen mit Behinderung | angepasster Unterricht, teils Musiktherapie |
Am häufigsten unterrichtet werden Klavier, Gitarre, Geige, Blockflöte, Keyboard, Klarinette, Saxophon, Trompete, Schlagzeug und Akkordeon. An manchen Musikschulen kommt Tanz dazu. Wie breit das Angebot tatsächlich ist, unterscheidet sich von Ort zu Ort erheblich - ein Anruf bei der Musikschule vor Ort klärt das schneller als jede Übersicht.
Was Musikunterricht kostet
| Unterrichtsform | Kommunal | Privat |
|---|---|---|
| Musikgarten und Früherziehung | 25 bis 50 Euro im Monat | 35 bis 55 Euro |
| Gruppenunterricht | 30 bis 55 Euro im Monat | 40 bis 70 Euro |
| Einzelunterricht, 30 Minuten | 70 bis 100 Euro im Monat | 90 bis 130 Euro |
| Einzelunterricht, 45 Minuten | 100 bis 140 Euro im Monat | 130 bis 190 Euro |
| Instrumentenmiete | 10 bis 50 Euro im Monat, je nach Instrument | |
Kommunale Musikschulen gewähren häufig Ermäßigungen für Geschwister oder bei geringem Einkommen. Über Bildung und Teilhabe übernimmt das Amt bei Bezug von Bürgergeld, Wohngeld oder Kinderzuschlag einen Teil der Gebühren - danach zu fragen lohnt sich, von sich aus weisen die wenigsten darauf hin.
Kommunal, Verein oder privat?
Fast jede Stadt und jeder Landkreis betreibt eine eigene Musikschule. Diese öffentlich-rechtlichen Einrichtungen arbeiten gemeinnützig, entweder in kommunaler Trägerschaft oder als eingetragener Verein. Der Verband deutscher Musikschulen ist ihre Dachorganisation und vertritt über 900 Mitgliedsschulen.
Daneben gibt es private Musikschulen - Bildungseinrichtungen in privater Hand, die wirtschaftlich arbeiten müssen. Dahinter stehen mitunter einzelne Musiklehrkräfte, Instrumentenhersteller oder Musikfachgeschäfte. Sie folgen keinem öffentlichen Bildungsauftrag, was weder für noch gegen sie spricht: Manche decken ein ähnlich breites Spektrum ab wie kommunale Häuser, andere spezialisieren sich auf einzelne Fächer.
| Kommunal und Verein | Privat | |
|---|---|---|
| Gebühren | günstiger, oft mit Ermäßigung | höher, dafür flexibler |
| Angebot | breit, mit Ensembles | unterschiedlich, oft spezialisiert |
| Wartelisten | häufig, besonders bei Klavier | selten |
| Termine | feste Zeiten im Semester | meist frei vereinbar |
| Lehrkräfte | fest angestellt oder auf Honorarbasis | überwiegend selbstständig |
Im Verzeichnis kennzeichnen wir die Trägerschaft, soweit sie sich aus den Angaben der Einrichtung ergibt.
Sieben Hinweise vor der Anmeldung
- Eine Veranstaltung besuchen. Vorspiele und Konzerte stehen im Veranstaltungskalender und sind der ehrlichste Eindruck, den man bekommen kann.
- Schnupperstunden nutzen. Erst danach anmelden. Es geht nicht nur um das Fach, sondern darum, ob die Chemie mit der Lehrkraft stimmt und der Termin in den Alltag passt.
- Das Instrument zunächst mieten. Musikschulen und Fachgeschäfte vermieten für 10 bis 50 Euro im Monat. Ein billiges Instrument verdirbt die Freude, ein teurer Fehlkauf das Budget.
- Früh ins Ensemble. Zusammenspiel ist der stärkste Grund zum Dranbleiben - bei Kindern wie bei Erwachsenen.
- Einzelunterricht erwägen. Gruppen sind günstiger, aber wer im eigenen Tempo arbeiten will oder wenig Zeit zum Üben hat, kommt einzeln weiter.
- Online als Ergänzung prüfen. Wenn Termine oder Entfernung nicht passen, ist Online-Unterricht eine Alternative - für Kinder unter zehn allerdings selten die richtige.
- Regelmäßig üben. Zehn Minuten täglich bringen mehr als zwei Stunden am Wochenende. Wer nur in der Unterrichtsstunde spielt, macht keine Fortschritte.
Alternativen zur Musikschule
Musikschulen sind die naheliegende Anlaufstelle, aber nicht die einzige. Je nach Instrument und Zielsetzung lohnt der Blick auf:
- Musikvereine und Blasorchester - bilden oft kostenlos aus und stellen Instrumente, besonders im Blechbläserbereich.
- Kirchengemeinden - Kinderchöre, Posaunenchöre, Orgelunterricht.
- Volkshochschulen - Gitarren-, Gesangs- und Trommelkurse zu geringen Gebühren.
- Privatlehrkräfte - flexibler bei Terminen, hilfreich bei Wartelisten.
- Online-Kurse - zeitlich frei, dafür ohne Rückmeldung zu Haltung und Technik.
Wer die Musik zum Beruf machen will, geht einen anderen Weg: Dafür ist ein Musikstudium an einer Hochschule vorgesehen, auf das Musikschulen mit Studienvorbereitung hinführen können.
Ein Blick zurück
Musikunterricht in organisierter Form ist alt: Im Mittelalter wurde er im klösterlichen Umfeld erteilt, was als Wiege der heutigen Musikschule gilt. Als erste städtische Musikschule in Deutschland wird häufig Aschaffenburg im Jahr 1810 genannt, gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam Quakenbrück hinzu. Der eigentliche Ausbau zum flächendeckenden Netz erfolgte erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - heute gibt es in nahezu jedem Landkreis eine Musikschule.
Über dieses Portal
Musikschule.info ist ein unabhängiges Informationsportal, kein offizielles Portal der Musikschulen und keine Musikschule. Wir führen Adressen von Musikschulen und Musiklehrkräften, ordnen sie Orten zu und erklären, was Musikunterricht kostet, ab welchem Alter welches Instrument möglich ist und worauf bei der Wahl zu achten ist.
Die Adressdaten stammen aus dem gewachsenen Bestand des Portals, die Ortskoordinaten aus dem offenen Datensatz GeoNames (CC BY 4.0). Angaben können veralten - für verbindliche Auskünfte zu Fächern, Gebühren und freien Plätzen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweilige Einrichtung. Hinweise auf fehlende oder falsche Einträge nehmen wir gern entgegen.