Förderungen – Finanzielle Unterstützung zum Musikunterricht

In Anbetracht der Tatsache, dass Musikschulen keine allgemeinbildenden Bildungseinrichtungen sind, sondern eher als Ergänzung auf dem Gebiet der musikalischen Bildung fungieren, kann der Besuch einer Musikschule gewissermaßen als Luxus interpretiert werden. Diesen muss man sich natürlich leisten können. Von Förderungen und finanzieller Unterstützung kann man folglich nicht ausgehen, so dass der Besuch einer Musikschule nur in Betracht kommt, wenn man die anfallenden Gebühren bezahlen kann.

Dementsprechend sind die Schüler/innen der Musikschulen, beziehungsweise deren Eltern, vielfach gut betucht. Die Musikschulen sind aber nicht nur für Besserverdiener, sondern für alle da. Um dies trotz der selbst an öffentlichen Musikschulen anfallenden Gebühren gewährleisten zu können, gibt es diverse Förderungen und Finanzierungen. Insbesondere für Kinder können einige Vergünstigungen in Anspruch genommen werden, damit der Musikschulbesuch nicht am Geld scheitern muss.

Die Kosten von Musikunterricht

Dass das Angebot der Musikschule kostenpflichtig ist, lässt sich nicht ändern und liegt in der Natur der Sache. Selbst an Musikschulen in öffentlicher Trägerschaft werden Gebühren erhoben, wobei diese im Vergleich zu privaten Anbietern deutlich geringer ausfallen. Der Musikunterricht sowie das erforderliche Musikinstrument müssen aber dennoch bezahlt werden und können finanzielle Belastungen verursachen, die vor allem für Familien mit knappem Budget ein echtes Problem darstellen.

Die Anschaffung eines Musikinstruments ist die erste Hürde, während zudem auch der Unterricht an der Musikschule bezahlt werden muss. Die allgemeine Gebührenpflicht hat daher zuweilen eine abschreckende Wirkung. Sozialschwache müssen jedoch nicht zwingend verzichten, schließlich gibt es Mittel und Wege die finanzielle Belastung zu reduzieren.

Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für Musikunterricht

Der Besuch einer Musikschule eröffnet den Schülern eine vollkommen neue Welt und bietet einen wunderbaren Ausgleich zum Alltag. Musizieren zu können, ist eine erfüllende Fähigkeit, die auch ohne Ambitionen als professionelle/r Musiker/in viel wert sind. Vor allem wenn Kinder ernsthaftes Interesse daran haben, ein Musikinstrument spielen zu lernen, sollte man dies unterstützen und sich gegebenenfalls um die Finanzierung des Musikunterrichts kümmern, wenn man die Kosten nicht aus eigenen Mitteln bewältigen kann. Dies gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die die Musik als Hobby für sich entdeckt haben.

Die genauen Kosten ergeben sich typischerweise aus der Entgeltordnung der jeweiligen Musikschule und können demnach sehr unterschiedlich ausfallen. Hier sollte man sich erst einmal einlesen und so ergründen, mit welchen Kosten man rechnen muss. Auch die Zahlungsweise geht daraus hervor und ist ein wesentlicher Aspekt. Gleichzeitig stößt man auf die Möglichkeit, einen etwaigen Sozialtarif in Anspruch zu nehmen. Wer nachweislich wenig Geld hat, kann somit vergünstigten Musikunterricht nehmen und mitunter auch bei den Leihgebühren für ein Instrument sparen. Es lohnt sich also, das ermäßigte Entgelt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Qualifizierter Musikunterricht kann zudem noch auf andere Art und Weise gefördert werden. Unter anderem verschiedene Stiftungen haben es sich zur Aufgabe gemacht, auch Kindern aus sozialschwachen Familien die Möglichkeit zu bieten, ein Musikinstrument spielen zu lernen. Indem man einen gewissen Rechercheaufwand betreibt, erfährt man von dem einen oder anderen Förderprogramm und kann sich um finanzielle Unterstützung kümmern.

Das Bildungspaket ist eine weitere Option, wenn es darum geht, trotz knapper Mittel das Kind in die Musikschule schicken zu können. Damit alle Kinder die gleichen Möglichkeiten haben, stellt der Staat unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Förderungen zur Verfügung. Bildung und Teilhabe stehen dabei im Mittelpunkt und können auf Antrag bezuschusst werden. Der Besuch der Musikschule kann Anlass dazu geben, entsprechende Leistungen zu beantragen.

Wer kann finanzielle Unterstützung für den Musikschulbesuch erhalten?

Der Besuch einer Musikschule kann zwar mehr oder weniger kostspielig sein, sollte aber dennoch nicht am Geld scheitern. Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene können gegebenenfalls finanzielle Unterstützung erhalten beziehungsweise von ermäßigten Gebühren profitieren.

Voraussetzung dafür ist in der Regel eine Bedürftigkeit, für die entsprechende Nachweise zu erbringen sind. Bezieher/innen von Sozialleistungen und Menschen mit einer kleinen Rente können ebenso wie Schwerbehinderte vielfach von den Förderprogrammen der Musikschulen profitieren.

Speziell für Kinder aus einkommensschwachen Familien gibt es außerdem noch das Bildungspaket mit Leistungen zur Bildung und Teilhabe. Dieses kann auch für Musikunterricht verwendet werden und betroffenen Kindern den Besuch der Musikschule ermöglichen, obwohl sich die Familie das kaum leisten könnte.

Wo kann man eine Förderung für die Musikschule beantragen?

Wenn es um das Bildungspaket zur Finanzierung von Musikunterricht geht, ist der Kreis oder die Stadt die richtige Anlaufstelle. Ansonsten sollten angehende Musikschüler/innen die Gebührenordnung der örtlichen Musikschule aufmerksam lesen.

Dabei zeigt sich, dass kein spezieller Antrag erforderlich ist. Wird die Bedürftigkeit bei Vertragsabschluss nachgewiesen, wird die Ermäßigung gewährt.

Wie kann man kostenlos ein Instrument lernen?

Gratis-Musikunterricht ist die perfekte Lösung für alle, die trotz knapper Mittel musizieren möchten. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen nicht unter den finanziellen Nöten der Familie leiden und dennoch ein Instrument lernen können. Damit dies möglich ist, gibt es vielerorts Vereine und Initiativen, die Musikinstrumente und entsprechenden Unterricht kostenfrei zur Verfügung stellen.

Musikunterricht muss folglich keine Frage des Geldes sein.Darüber hinaus bietet das Internet vielfältige Möglichkeiten, kostenlos ein Instrument zu lernen. Gratis-Kurse, frei verfügbare Youtube-Videos und kostenlose Tutorials sind hier zu nennen und dienen als Ersatz für klassischen Musikunterricht. Die Teilnehmenden lernen so nicht nur zum Nulltarif, sondern kommen zugleich in den Genuss maximaler Flexibilität.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Menschen, die knapp bei Kasse sind und sich trotzdem für ihren Nachwuchs oder sich selbst professionellen Unterricht an der Musikschule wünschen, sollten nicht den Kopf in den Sand stecken. Der folgende Tipp aus unserer Redaktion soll dabei unterstützen und einen Beitrag zur gelungenen Finanzierung des Musikunterrichts leisten.

Lassen Sie sich in der Musikschule beraten!

Zunächst sollten Interessierte wissen, dass es Förderungen und finanzielle Unterstützungen gibt. Zudem sollten sie sich nicht scheuen, das Thema anzusprechen und eine Beratung bei der Musikschule zu vereinbaren.

Im persönlichen Gespräch kommen auch finanzielle Aspekte zur Sprache. Die Mitarbeiter/innen der Musikschule können dann aufzeigen, welche finanziellen Unterstützungen es gibt. Dabei verweisen sie auf Fördervereine, öffentliche Mittel und auch die eigenen ermäßigten Preise.

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